

Die Farbe
Fjordpferde bestechen schon durch ihre Wildfarbe. Es werden fünf Farben unterschieden:
Die häufigste ist Braunfalbe. Des weiteren gibt es Graufalbe, Rotfalbe und -
In den meisten Fällen haben die Pferde einen ausgeprägten, dunklen Längsstreifen in der Mähne, der sich über einen mehr oder weniger deutlichen Aalstrich bis in den zweifarbigen Schweif fortsetzt.
Dazu kommen noch die überaus aparten, unterschiedlich ausgeprägten Zebrastreifen
an den Beinen, die bei jedem Pferd verschieden sind. Das Maul ist sehr häufig weiß
gefärbt, man nennt das Milch-
Weiße Abzeichen sind bei Fjordpferden nicht erwünscht, bei Stuten und Wallachen wird aber ein kleiner Stern akzeptiert. Die frühere Behauptung, weiße Abzeichen an den Beinen seien ein Zeichen für nicht reinrassige Pferde, gilt heute als überholt.
Die Größe
Es gibt weder eine obere noch eine untere Grössenbeschränkung, dabei liegt das angestrebte Stockmass am Widerrist liegt zwischen 135 cm und 150 cm (13’1“ – 14’3“).
Bei der Zucht sollte man aber darauf achten, dass die Fjordpferde nicht übergroß werden; es handelt sich um eine urtümliche Ponyrasse, deren Rassetypus durch Zucht auf Größe schnell verloren gehen kann.
Kopf und Hals
Der verhältnismäßig kleine Kopf ist gut geformt mit einer breiten, flachen Stirn. Die Augen sind groß und ausdrucksvoll; sie sollen die Ruhe und Gelassenheit der Pferde widerspiegeln. Das Profil soll gerade bis konkav geformt sein. Die kleinen Ohren stehen weit auseinander. Der Hals war früher oftmals eher kurz und kräftig. Die Zucht moderner Fjordpferde legt aber Wert auf einen längeren, geschmeidigen Hals, da dieser für Reitpferde günstiger ist.
Die charakteristische zweifarbige Mähne wird traditionell zur Stehmähne gestutzt.
Körper
Fjordpferde haben eine breite Brust, mittellange, muskulöse Rücken und kräftige Lenden. Sie sollen über eine große, schräge Schulter und eine gute Sattellage verfügen.
Die kräftigen Beine haben breite, gut markierte Gelenke. Durch das starke, korrekte Fundament eignet sich das Fjordpferd auch als Reitpferd für schwerere Erwachsene.
Die Hufe sollen von passender Größe und guter Hornqualität sein.
Eindruck
Ein Fjord soll immer freundlich und ruhig wirken; es vermittelt Stärke und Gelassenheit bei wachem, interessierten Gesichtsausdruck.
Charakter und Eignung
Die Abwendung vom Pferd in der Landwirtschaft ab etwa dem Ende der 60er Jahre bestimmte auch in Deutschland den zum Teil rapiden Bestandsrückgang in der Fjordpferdezucht. Er ermöglichte dem Fjordpferd aber auch den Übergang vom Arbeitskleinpferd zum Freizeitpony.
Es ist aufgrund seiner Leistungsbereitschaft und Umgänglichkeit als Freizeitpferd
für Reit-
Neben einem ansprechenden Exterieur sind es auch die spezifischen inneren Eigenschaften, die zur Wahl gerade dieser Rasse unter den Robustpferden veranlassen.
Wie alle Ponys gehören die Fjordpferde zu den spätreifen Pferden, die erst mit vier bis fünf Jahren voll ausgewachsen sind. Beim Einreiten oder Einfahren muss dies berücksichtigt werden. Unerlässlich ist eine ordentliche Grundausbildung des ausgewachsenen Fjordpferdes, da nur so die vielgeschätzten, guten Anlagen gefördert und zur Geltung gebracht werden.
Als ideale Allroundpferde, von jung und alt gleichermaßen geschätzt, sind Fjordpferde ausgesprochen angenehm im Umgang, ausgeglichen und verläßlich im Temperament, aber doch voll Energie hinsichtlich Ausdauer und Mut bei jeder Geländesitutation.
Auf sportlichem Sektor haben Fjordpferde in den zurückliegenden Jahren in allen Disziplinen
gezeigt, was in ihnen steckt. Aufgrund ihrer natürlichen Instinkte, ihrer Ausdauer
und Trittsicherheit sind Fjordpferde ideale Begleiter sowohl bei langen Wanderritten
wie auch auf sportlichen Trail-
Gerade in den letzten Jahren hat der Fahrsport auch mit Fjordpferden einen neuen
Aufschwung erlebt. In Dressur-
Mit ihrem guten Charakter und ihrer annehmbaren Größe sind Fjordpferde auch für Therapeutisches Reiten bestens geeignet.
Quelle: www.igfjordpferd.de


